Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag

Patientenverfügung und Vorsorgeauftrag

Was, wenn ein Unfall Sie ins Koma versetzt, ein Hirnschlag Ihnen die Sprache verschlägt oder sich Demenz einschleicht? Das Erwachsenenschutzrecht ermutigt, selber für solche Fälle vorzusorgen.

Treffen kann es jeden – egal, ob alt oder jung. Wird ein Mensch vorüber­gehend oder dauernd urteilsunfähig, ist es meist vorbei mit der Selbstbestimmung. Dank dem neuen Erwachsenenschutzgesetz muss das nicht sein. Mit wenig Aufwand lässt sich das in guten Zeiten selbstverständliche Selbstbestimmungsrecht auch in schlechten Zeiten bewahren. Dafür gibt es neu zwei Instrumente: den Vorsorgeauftrag und die Patientenverfügung. Damit bestimmen Sie im Voraus, was zu tun oder zu unterlassen ist, falls Sie zum Beispiel wegen eines Unfalls oder Altersdemenz urteilsunfähig werden. Betroffen sind folgende drei Lebensbereiche:

  • Die Personensorge: Dabei geht es um Entscheidungen über medizinische und pflegerische Behandlung sowie Hilfe im Alltag.
  • Die Vermögenssorge: Sie umfasst die Verwaltung von Einkommen und Vermögen inklusive die Betreuung des Zahlungs­verkehrs.
  • Die Vertretung in rechtlichen Angelegenheiten: Dazu gehört im Wesentlichen das Eingehen oder Auflösen von Verträgen.

Wer sich in diesen drei Bereichen ab­sichern möchte, kann das mit zwei Schriftstücken tun:

  1. Die Patientenverfügung
  2. Der Vorsorgeauftrag

 

Quelle: Beobachter